Mi, 4. Oktober

Vorabend

Rahmenprogramm

Auftaktveranstaltung im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10, 48143 Münster

18:00 – 18:30

Feierliche Eröffnung mit

Dr. Regine Prunzel
Dr. Tanja Pirsig-Marshall
Prof. Dr. Ursula Frohne
Prof. Dr. Paul Klimpel

18:30

Empfang und Führung durch das Museum

Do, 5. Oktober

Tag 1

Registrierung
09:00 – 10:00

Universität Münster
Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster

Eröffnung
10:00 – 10:30

Grußworte und Einführung

Zum 13. Mal findet die Konferenz „Zugang gestalten!“ statt, erneut unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission und erstmalig auf Einladung der Universität Münster und der dort ansässigen Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“.

Grußwort
Dr. Anette Pieper

Panel 1
10:30 – 12:00

Zugang, Kontrollverlust und Partizipation

Moderation: Prof. Dr. Ursula Frohne

Mit der Digitalisierung geht für die etablierten Kulturerbe-Einrichtungen der Verlust von Kontrolle und Deutungshoheit einher, gleichzeitig bieten sich aber auch neue Möglichkeiten der Partizipation. Wie lässt sich diese Chance nutzen und gleichwohl der Verbreitung von “wirkungsmächtigen Lügen” entgegentreten?

10:30 – 11:00

Zugang und Kontrollverlust – Die neuen Abhängigkeiten im Zeitalter von KI
Dr. Michael Seemann

11:00 – 11:20

Wirkungsmächtige Lüge auf Papier und im Netz: Sind Die Protokolle der Weisen von Zion unüberwindbar?
Dr. Franziska Krah

11:20 – 11:40

Der Wikipedia-Kulturbotschafter als Mittler zwischen Kulturinstitutionen, den Wikimedia-Vereinen und den ehrenamtlichen Beitragenden in den Wikimedia-Projekten
Rainer Halama

11:40 – 12:00

Es geht! Positivbeispiele
Frank von Hagel

Pause
12:00 – 13:00

Mittagspause mit Lunch

Panel 2
13:00 – 17:00

Rechtliche Rahmenbedingungen

Infolge der Europäischen Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen verändert. Das führt zu neuen Möglichkeiten, kulturelles Erbe digital zugänglich zu machen: Zum einen wurde die Gemeinfreiheit gestärkt, zum anderen ermöglichen die Regelungen zu “nicht verfügbaren Werken” den Kulturerbe-Einrichtungen die weitgehende Online-Stellung ihrer Bestände. In diesem Panel geht es darum, was dies in der praktischen Umsetzung bedeutet.

Keynote
13:00 – 13:30

Moderation: Armin Talke

Dimensionen der Reproduktionsfotografie
Dr. Dr. Grischka Petri

Vorträge
13:30 – 14:45

Nicht verfügbare Werke

Moderation: Prof. Dr. Paul Klimpel

13:30 – 13:45

Verordnung des BMJ über ergänzende Bestimmungen zur Nutzung nicht verfügbarer Werke nach dem UrhG und dem VGG
Dr. Martin Bittner

13:45 – 14:00

Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) der Deutschen Nationalbibliothek
Simon Herrmann

14:00 – 14:15

EUIPO Portal (englisch)
Harrie Temmink

14:15 – 14:30

Out of commerce works – a European perspective (englisch)
Maarten Zeinstra

14:30 – 14:45

Die Rolle der Verwertungsgesellschaften
Sandra Freischem

Pause
14:45 – 15:30

Kaffeepause

Parallele Vertiefungsgruppen
15:30 – 17:00

Nicht verfügbare Werke

Gruppe 1: Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) der Deutschen Nationalbibliothek
Simon Herrmann

Neustart des Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) der Deutschen Nationalbibliothek: Welche Möglichkeiten wird der Lizenzierungsservice für Kulturerbe-Einrichtungen und Bibliotheksbestände bieten?

Gruppe 2: EUIPO Portal (englisch)
Harrie Temmink

How does the EUIPO out-of-commerce portal work? How to register out-of-commerce works? What are the next functionalities?

Gruppe 3: Out of commerce works – a European perspective (englisch)
Maarten Zeinstra

The DSM directive allows CHIs to publish out-of-commerce works without permission of the rightsholder. What can we learn from different implementation of this possibility across Europe?

Gruppe 4: Die Rolle der Verwertungsgesellschaften / Sammlungen lizenzieren
Sandra Freischem

Welche Möglichkeiten zur Lizenzierung von nicht verfügbaren Werken, aber auch zur Lizenzierung ganzer Sammlungen, bietet die VG BildKunst?

Panel 3
17:00 – 18:00

Ins Handeln kommen

Moderation: Ute Schwens

Ob durch pragmatische Projekte oder programmatische Weichenstellung – Hindernisse können überwunden werden, wenn die Institutionen die damit verbundenen Herausforderungen annehmen. Dabei kommt es darauf an, Hindernisse nicht nur zu benennen und zu analysieren, sondern den Schritt von der Analyse zur Handlung zu gehen.

17:00 – 17:20

Der Dorfplatz als Kulturerbe. Tweets archivieren, erschließen, bereitstellen
Dr. Claus-Michael Schlesinger

17:20 – 17:40

Die Open Access Policy der Kulturerbe-Einrichtungen in Hessen und ihre Folgen
Klaus Bulle

17:40 – 18:00

Das Museum zwischen Open Access und E-Commerce
Dr. Christian Huemer

Rahmenprogramm

Abendprogramm

Hörsaal F1, Archäologisches Museum & Geomuseum der Universität Münster

18:30

Kunst – Kultur – Kopie

Ort: Hörsaal F1

Moderation: Prof. Dr. Ursula Frohne

zu Gast: Oliver Laric

Oliver Laric präsentiert sein 2012 initiiertes Online-Archiv für urheberrechtsfreie 3D-Scans, die ohne Restriktionen heruntergeladen und verwendet werden können. Die digitalen Objekte sind meist Kunstwerke und Artefakte, die mit und ohne Genehmigung von Museen aufgenommen wurden. Laric bespricht Beispiele der Nutzung und Belebung der Objekte sowie Konflikte und Ängste, die im Prozess der Digitalisierung vorkommen, und wie diese umgangen werden können.

19:00 – 20:00

Besuch im Archäologischen Museum der Universität Münster

u. a. Werk von Künstler Oliver Laric

19:00 – 21:00

Feierlicher Empfang im Geomuseum der Universität Münster

Fr, 6. Oktober

Tag 2

Registrierung
08:30 – 09:00

Universität Münster
Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster

Panel 4
09:00 – 10:00

Barrierefreiheit

Moderation: Prof. Dr. Patricia Rahemipour

Barrierefreiheit ist eine wichtige Voraussetzung, einen integrativen Zugang aller Menschen zum kulturellen Erbe herzustellen. Welche Wege haben sich hier als besonders erfolgreich erwiesen? Was müssen Einrichtungen tun, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen?

09:00 – 09:30

ABGESAGT – Panel beginnt um 09:30 Uhr
Die Dominanz des Visuellen und die Resistenz des Taktilen
Prof. Dr. Siegfried Heinz Xaver Saerberg

09:30 – 10:00

Leichte Sprache leicht gemacht? Wie das Jüdische Museum Berlin digital Barrieren abbaut
David Studniberg
Svenja Gründler

Panel 5
10:00 – 12:00

Kollaboration und Mitgestaltung

Moderation: Heike Gleibs

Die Wikimedia-Projekte (u.a. Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikidata und Wikibase) stehen für Kollaboration und Mitgestaltung. Sie laden Menschen aus Kultur- und Gedächtnisorganisation genauso wie Bürgerinnen und Bürger zur freien Nutzung und zum Mitmachen ein. Welche Partizipations- und Kollaborationsmöglichkeiten gibt es? Wie können die Wikimedia-Projekte Digitalisierungsprozesse in den Institutionen unterstützen? Was lässt sich aus den konkreten Erfahrungen mit den Wikimedia-Projekten und offenen Kulturdaten lernen? In unterschiedlichen Gruppen werden verschiedene Aspekte der Beteiligung in Wikimedia-Projekten vertiefend erläutert.

Keynote
10:00 – 10:30

A global cultural commons: Building Linked Open Data
with the Wikiverse (englisch)
Dr. Lucy Patterson

Parallele Vertiefungsgruppen
10:30 – 12:00

Kollaboration und Mitgestaltung

10:30 – 12:00

Gruppe 1: How to Wikipedia
Rainer Halama

Wikipedia (und, was oft übersehen wird, ihre Schwesterprojekte, u.a. Commons, Wikidata und Wikisource) ist ein kollaboratives Projekt an dem sich alle beteiligen können. Was bedeutet dies für Menschen aus Kulturinstitutionen? Wie können sie sich an den Projekten beteiligen? Mit welchen Dos and Don’ts sollten Sie sich auseinandersetzen? Auf welche Menschen treffen sie bei einer solchen Kollaboration? Wie sind die verschiedenen Wikimedia-Projekte miteinander verknüpft? Wo finden sie Hilfe online und im wirklichen Leben? Das Motto von Wikipedia ist „Sei mutig!“. Aber wo anfangen, wenn man den Mut gefasst hat?

ABGESAGT

Gruppe 2: Why and how to Wikibase (englisch)
Valerie Wollinger

Wikibase is free software that stores and organizes information that can be collaboratively edited and read by humans and by computers, translated into multiple languages and shared with the rest of the world as part of the Linked Open Data (LOD) web. In recent years, institutions from the cultural sector increasingly employ and experiment with Wikibase to create and manage their own linked open knowledge bases. Its flexibility allows curators, archivists, designers and researchers to build their own data models to suit their needs, to create complex databases for collections and data that often defy standardisation and normative archiving, and to connect their data with other knowledge bases around the world. In this workshop we will provide an introduction to wikibase and its role in the linked open data web and we will closely look at several use-cases of wikibase from cultural heritage institutions.

Gruppe 3: How to Kulturhackathon
Heike Gleibs
Lambert Heller

In diesem Workshop stellen wir das Format des Kulturhackathons vor und werden anhand konkreter Praxisbeispiele gemeinsam herausfinden, wie Kultur- und Gedächtnisinstitutionen mit sehr unterschiedlichen Ziel- und Publikumsgruppen mit offenen Daten kreativ werden können und was es braucht, um die Kultur der Hackathons nachhaltig bei Akteurinnen und Akteuren aus Kultur, Bildung und Wissenschaft zu verankern.

Gruppe 4: Why and how to Wikidata
Alexander Winkler
Dr. Lucy Patterson

Wikidata ist ein communitygetragener, vielseitig einsetzbarer, frei editier- und nutzbarer Wissensgraph, der gerade auch im Kulturerbebereich zunehmend Anwendung findet. In Wikidata können Informationen zu beliebigen Entitäten (Personen, Dinge, Ideen, Epochen, Stile, Konzepte etc.) in maschinenlesbarer Form erfasst werden. Gemeinsam geht es für uns in dieser Vertiefungsgruppe darum, die Grundlagen hinter der Idee von Linked Open Data im Allgemeinen und Wikidata im Speziellen zu verstehen. Wir werden das Potenzial von Wikidata für den GLAM-Sektor diskutieren und dabei auch auf das Verhältnis von kontrolliertem Vokabular (Normdaten) und Wikidata eingehen.

Pause
12:00 – 13:30

Mittagspause mit Lunch

Panel 6
13:30 – 15:00

Wir haben es geschafft

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie in Institutionen und Projekten Hindernisse überwunden wurden. In unterschiedlichen Gruppen sollen einige davon beleuchtet werden: ob der verantwortliche Umgang mit Stereotypen, die Zugänglichmachung von Filmen, die nicht mehr kommerziell vertrieben werden, neue digitale Vermittlungskonzepte, ein neues Selbstverständnis oder der Umgang mit schwierigen Exponaten – von den Erfahrungen, die dabei gemacht wurden, können und sollen andere profitieren.

Keynote/Gespräch
13:00 – 13:30

ABGESAGT

Transformationsprozesse managen
Dr. Christian Gries

Parallele Vertiefungsgruppen
13:30 – 15:00

Wir haben es geschafft

Gruppe 1: DE-BIASing digital collections through community participation and critical cataloguing: a use case unfolding (englisch)
Kerstin Herlt
Kristina Rose
Sofie Taes

Aim of this workshop is to promote an inclusive approach to describe cultural heritage collections and to share experiences from the DE-BIAS project in engaging communities.

Gruppe 2: Öffnung ohne Angst: Über den Paradigmenwechsel in der Zugänglichmachung von Filmwerken im Bundesarchiv
Petra Rauschenbach
Dr. Adelheid Heftberger

Wir werden in diesem Workshop vorstellen, welche Schritte wir in den letzten zwei Jahren unternommen haben, um Filmwerke rechtssicher und einfacher für Nutzende zur Verfügung stellen zu können. Ein wichtiger Punkt unserer Online-Strategie ist die Arbeit am „Digitalen Lesesaal“ des Bundesarchivs, ein Online-Portal, in dem wir in der ersten Ausbaustufe mit Film beginnen und so viele Filme wie möglich zugänglich machen wollen. Deshalb haben wir im EUIPO-Portal bisher 2690 Filmwerke registriert (Stand 15. Juni 2023, Tendenz steigend). Dafür mussten wir Abläufe zur Rechtsprüfung erstellen, ein Rechtemodul in der Datenbank einführen und laufend Filmwerke prüfen. Wir berichten gern von den Herausforderungen und warum wir denken, dass die EU-Richtlinie zu den vergriffenen Werken endlich den Durchbruch für Kultureinrichtungen bringt.

Gruppe 3: Kunstmuseum Wolfsburg – Studio digital
Sarah-Jamila Groiß

Basierend auf Kunstwerken des Kunstmuseums Wolfsburg können Nutzer*innen auf der interaktiven Plattform „Studio Digital“ selbst Kunst schaffen, Rätsel lösen, Literatur recherchieren und Fakten – wie auch Fun Facts – zu Werken und Künstler*innen erfahren. Von Schüler*innen für den Unterricht erdacht und im Team mit kreativen Expert*innen entwickelt, bietet das digitale Museum für alle Anwender*innen einen vergnüglichen und lehrreichen Einstieg in die moderne und zeitgenössische Kunst. Der Code ist Open-Source und kann von Dritten weiterentwickelt werden.

Gruppe 4: Zugang neu betrachtet – Ein Workshop für neue Perspektiven auf naturkundliche
Objekte
Dr. Sabine von Mering
Dr. des. Marlene Bart

In der Vertiefungsgruppe wird am Beispiel des Museums für Naturkunde Berlin gezeigt, wie ein Perspektivwechsel und die Kennzeichnung von Objekten als gemeinfrei neue Möglichkeiten der Nutzung eröffnet. Nach einem Überblick zur aktuellen Sammlungserschließung und -vernetzung am Museum wird konkret auf die Nachnutzung von Daten im Rahmen künstlerischer Projekte eingegangen.

Gruppe 5: STÄDEL NEXT LEVEL
Dr. Chantal Eschenfelder

Alexandra Reißer

Das Städel Museum hat ein hybrides Mobile Game für Erwachsene entwickelt, das den Nutzerinnen und Nutzern einen spielerischen und emotionsbasierten Zugang zu seinem Sammlungsbestand eröffnet. Ziel dieses Projektes ist es, mit viel Spielspaß eine neuartige Wissensvermittlung im digitalen Raum zu realisieren.

Gruppe 6: Humboldt Forum
Viola Rosenau

Wie können Methoden des agilen Arbeitens helfen, Herausforderungen bei der Digitalisierung und Bereitstellung heterogener Sammlungen zu meistern? Und wo liegen ihre Grenzen? Skizziert anhand von Beispielen aus der Digitalisierungsmaßnahme „MDVOS“ im Humboldt Forum.

Gruppe 7: fabulAPP
Dr. Stefanje Weinmayr

Mit dem bundesweit einmaligen Förderprogramm fabulAPP – Baukasten für digitales Storytelling ermöglicht der Freistaat Bayern Museen die niederschwellig realisierbare Erstellung einer professionellen Museumsapp. Ein besonderer Fokus der Entwicklung liegt dabei auf der Zugänglichkeit für alle gesellschaftlichen Gruppen und partizipativen Elementen.

Pause
15:00 – 15:30

Kaffeepause

Panel 7
15:30 – 17:00

Verbünde, Netzwerke, Hilfen

Moderation: Dr. Marianne Wagner
PechaKucha mit anschließender Podiumsdiskussion

Kulturerbe-Einrichtungen können von Verbünden, Netzwerken und anderen Beratungsangeboten profitieren. Dies setzt aber eine Kenntnis dieser Angebote voraus und Wissen darüber, wie sie sich voneinander unterscheiden und worin ihre Schwerpunkte liegen. In dieser Podiumsdiskussion stellen sich nicht nur die verschiedenen Angebote vor, es werden auch konkrete Fragen zur jeweiligen Tätigkeit und Zuständigkeit beantwortet.

NFDI4Culture
Dr. Celia Krause

digiS
Beate Rusch

Deutsche Digitale Bibliothek
Lisa Landes

Wikimedia
Heike Gleibs

Nestor Verein
Natascha Schumann

DDF – Digitales Deutsches Frauenarchiv
Laura Salewski
Marius Zierold

Podium
17:00 – 17:30

Resümee und Abschluss: Podiumsdiskussion

Moderation: Prof. Dr. Paul Klimpel

mit:
Dr. Christian Humborg
Prof. Dr. Michael Hollmann
Ute Schwens
Dr. Tanja Pirsig-Marshall