Vernetzung, Strukturierung und Anreicherung: Zugang und Nachnutzung für die Digital Humanities

Abstract:

Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Durch die Digitalisierung von z.B. Forschungsprozessen verändern sich auch die Wissenschaftsdisziplinen. Die Natur- und Lebenswissenschaften blicken dabei auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung zurück, die Sozial- und insbesondere die Geisteswissenschaften holen rapide auf und verwenden ebenfalls mehr und mehr digitale Methoden und Verfahren, um ihre Forschungsfragen zu beantworten. Interessant dabei ist, dass gerade durch die zunehmende sog. Digitalität die Bereiche Kultur- und Gedächnisorganisation auf der einen Seite und geisteswissenschaftliche Fächer auf der anderen Seite wieder stärker zusammen wachsen (können) und sich dadurch ganz neue Fragestellungen ergeben. Voraussetzung dafür ist, dass die digitalen Sammlungen dementsprechend vorliegen und zugänglich sind!

Der Vortrag beleuchtet verschiedene Aspekte der Digitalisierung in den Fachdisziplinen und veranschaulicht diese anhand prägnanter Beispiele. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Geisteswissenschaften mit ihrer weit verzweigten Fächerkultur. Es wird aufgezeigt, welche Chancen sich aus der Digitalisierung ergeben, wie diese konkret umgesetzt werden und wie andere (wissenschaftliche) Einrichtungen, aber auch Privatpersonen davon profitieren können. Nur ein offener und transparenter Zugang zu unserem digitalen kulturellen und wissenschaftlichen Erbe erlaubt spannende Diskurse und regt zu neuen Ideen an. Schlussendlich werden die vor uns liegenden Herausforderungen und Risiken thematisiert und diskutiert.


Prof. Dr. Heike Neuroth
Fachhochschule Potsdam; DARIAH