Von der digitalen Transformation eines Frankfurter Bürgermuseums

Die Digitalisierung unserer Lebenswelt betrifft auch vermeintlich analoge kulturelle Inhalte, wie ein 500 Jahre altes Dürer-Gemälde oder einen 50 Millionen Dollar Ballon Dog von Jeff Koons. Museen werden in gleichen Maßen mit den enormen Veränderungen konfrontiert, die unseren Umgang mit Information, Bildung und Kultur grundsätzlich neu definieren.

Am Beispiel des Frankfurter Städel Museums erläutert Silke Janßen, wie sich die Arbeit einer Kulturinstitution im digitalen Zeitalter verändert und parallel zum analogen, physischen Museumsbesuch ein echtes, alternatives Angebot entstehen kann. Der dadurch uneingeschränkte und neuartige Zugang zu kulturellen Inhalten ermöglicht es, den Bildungsauftrag der Institution zeitgemäß umzusetzen sowie völlig neu zu skalieren. Anhand der Projekte der Digitalen Erweiterung des Städel Museums stellt sie vor, auf welche Weise digitale Technologien für Vermittlung von Kunst sowie Wissenschaft sinnvoll eingesetzt werden können. Das enorme Potential dieser Entwicklung für die Vermittlung und Verbreitung von Kunst steht dabei ebenso im Fokus wie die Frage, wie sich die in der Praxis dafür geforderte Strukturen und Arbeitsweisen in den Museumsbetrieb neu implementieren lassen.

Silke Janßen ist stellvertretende Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main sowie Teil des abteilungsübergreifenden digitalen Think tank der Institutionen.