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Hollmann, Michael (Dr.) (©BArch, Foto: Jürgen Nobel)

Dr. Michael Hollmann

Präsident des Bundesarchivs

Dr. Michael Hollmann, geb. 1961 in Aachen, studierte Geschichtswissenschaften und Germanistik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1988 promovierte er mit einer Dissertation über „Das Mainzer Domkapitel im späten Mittelalter“. Von 1989 bis 1991 arbeitete er als Archivreferendar beim Bundesarchiv und an der Archivschule Marburg. Von 1991 bis 2006 war er als Leiter verschiedener Referate im Bundesarchiv an den Dienstorten Koblenz und Berlin tätig. Von November 2006 bis Mai 2011 war Dr. Hollmann Leiter der Abteilung B (Bundesrepublik Deutschland) des Bundesarchivs. Im Mai 2011 erfolgte seine Ernennung zum Präsidenten des Bundesarchivs.




Arolsen Archives

September 19, 2020 0
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#everynamecounts / #jederNamezählt

Ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus: Viele Tausend Freiwillige aus aller Welt helfen bei #everynamecounts, biografische Daten von Dokumenten der Arolsen Archives in das umfangreichste Online-Archiv über NS-Verfolgte zu übertragen. Das Projekt verbindet Crowdsourcing und aktives Gedenken. Start war im April 2020.

Zum Holocaust-Gedenktag 2020 führten die Arolsen Archives ein Pilotprojekt mit hessischen Schulen durch: Rund 1000 Jugendliche beteiligten sich an dem Crowdsourcing- Projekt #everynamecounts und tippten Deportationslisten ab, um die Namen der NS-Opfer in das Online-Archiv der Arolsen Archives zu übertragen. Das Feedback der Lehrkräfte und der Jugendlichen war sehr positiv: Die Mitarbeit am umfangreichsten Online- Archiv über NS-Verfolgte wurde als aktiv und sinnstiftend gewertet.

Eigentlich sollte #everynamecounts evaluiert und im Herbst 2020 fortgesetzt werden. Dann kam die Corona-bedingte Absage der geplanten Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager. Weil das Projekt die Chance bietet, von zu Hause einen Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu leisten, fiel die Entscheidung, #everynamecounts kurzfristig auszubauen.

Daraus ergaben sich technische Probleme: Das Projekt lag in einer Testversion auf der Crowdsourcing-Plattform zooniverse. Die Anwendung wird von einem Team der Oxford University und des Adler Planetarium, Chicago, realisiert. Die Nutzung ist kostenlos, die Aufnahme zum offiziellen zooniverse-Projekt ist jedoch zeit- und arbeitsintensiv. Erst wenn das Projekt alle Qualitätsprüfungen bestanden hat, ist eine freie Beteiligung mög- lich. Rechtliche Probleme gab es nicht.

Die Organisation der Info-Kampagne zum Projekt lief parallel zur terminlich kaum plan- baren Freischaltung bei zooniverse. Am 24. April konnte das nun viel größer aufgelegte Projekt starten:

  • Nach vier Monaten arbeiten rund 7.500 Freiwillige mit, die Zahl steigt stetig
  • Die Schnelligkeit und Gründlichkeit der Freiwilligen bei der Erfassung der Daten ist überwältigend
  • Menschen, die wir sonst kaum erreichen würden, arbeiten an einem digitalen Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus
  • Die gewonnenen Metadaten erleichtern die gezielte Suche nach Personen oder Sachthemen im Online-Archiv der Arolsen Archives


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